Silke van Dyk und Tine Haubner untersuchen kritisch die negativen Aspekte des Community-Kapitalismus, diskutieren seine Bedeutung angesichts von neoliberalen Krisen und suchen nach solidarischen Alternativen. Gemeinschaftliche Hilfe, ehrenamtliche Feuerwehren, Pflegepatenschaften, Tafeln, Flüchtlingshilfe oder Crowdsourcing – unbezahlte Arbeit nimmt viele Formen an und findet nicht nur im häuslichen Umfeld statt. Der demografische Wandel und die Umstrukturierung des Sozialstaats haben Lücken in der Fürsorge hinterlassen, wodurch immer öfter das Engagement von Vereinen, Initiativen, Nachbarschaften oder digitalen Netzwerken gefragt ist. Öffentliche Aufgaben oder professionelle Tätigkeiten werden an die Zivilgesellschaft ausgelagert, soziale Rechte werden zu sozialen Gaben umgewandelt. Die Autorinnen verwenden den Begriff „Community-Kapitalismus“, um diese Entwicklung zu beschreiben, und stellen Fragen: Wie verändert sich das Verhältnis von Markt, Staat, Familie und Zivilgesellschaft? Erleben wir eine Informalisierung von Arbeit und Fürsorge unter dem Vorwand neuer Gemeinschaftlichkeit? Welche Rolle spielen soziale Bewegungen in diesem Zusammenhang? Und was bedeutet das für unser Verständnis von sozialen Rechten?
- Herausgeber : Hamburger Edition; 1. Edition (11. Oktober 2021)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 176 Seiten
- ISBN-10 : 3868543546
- ISBN-13 : 978-3868543544
- Abmessungen : 10.5 x 1.4 x 17.3 cm