/ März 22, 2025/ Buch

Matthias Hartmann, einer der bekanntesten Theatermacher im deutschsprachigen Raum, nimmt uns mit auf eine Reise durch die faszinierende Welt des Theaters. Sein Buch ist eine Mischung aus Autobiografie, spannender Theatergeschichte und einem kritischen Blick auf einen handfesten Skandal, der das Wiener Burgtheater erschütterte.

Theaterliebe und Skandal – Zwei Seiten einer Karriere

Hartmann, der als Intendant in Bochum, Zürich und Wien arbeitete, beschreibt seine Leidenschaft für die Bühne und erklärt, warum Theater nach wie vor eine wichtige gesellschaftliche Funktion hat. Doch seine Karriere wurde auch von einem Finanzskandal am Burgtheater überschattet. Als er Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung aufdeckte, wurde er selbst zum Sündenbock gemacht. Jahre später bekam er vor Gericht Recht, doch der Schaden war bereits angerichtet.

Warum ist Theater heute noch wichtig?

In einer Welt voller Streaming-Dienste und digitaler Unterhaltung gerät das klassische Theater immer mehr in den Hintergrund. Während Konzerte und Sportereignisse wieder boomten, blieben viele Theater nach der Pandemie leer. Hartmann setzt sich mit der Frage auseinander, wie man die Menschen wieder für das Theater begeistern kann. Für ihn liegt die Antwort in der Fantasie: Theater trainiert unsere Vorstellungskraft und hilft uns, Manipulation und Populismus zu durchschauen.

Ein Buch für Theaterfans und Kritiker

Das Buch ist nicht nur eine Liebeserklärung an die Bühne, sondern auch eine kritische Abrechnung mit der Theaterwelt. Hartmann beschreibt, wie er es schaffte, volle Häuser zu haben, weil er für das Publikum inszenierte – nicht für Kritiker in einem „Elfenbeinturm“. Viele Theatermacher wollen belehren statt unterhalten, doch das führt dazu, dass das Publikum fernbleibt.

Zehn Punkte zur Rettung des Theaters

Aus seinen Erfahrungen zieht Hartmann konkrete Lehren: In zehn Punkten beschreibt er, was sich ändern muss, damit Theater wieder Menschen erreicht. Dabei geht es nicht nur um bessere Inszenierungen, sondern auch um kluge Organisation und ein Bewusstsein für die finanzielle Seite des Kulturbetriebs.

Ein mitreißendes Buch – fast wie ein Krimi!

Hartmanns Schreibstil macht das Buch besonders spannend. Er erzählt von seinen ersten Theatererlebnissen, die ihn prägten, und von seinem unermüdlichen Einsatz für eine lebendige Bühnenkunst. Sein Motto: „Erst mit dem Theater die Fantasie retten – und dann mit der Fantasie die Welt.“ Ein Buch für alle, die Theater lieben oder verstehen wollen, warum es uns alle betrifft.

Matthias Hartmanns Buch Warum eine Pistole auf der Bühne nicht schießt ist eine leidenschaftliche Hommage an das Theater und gleichzeitig ein spannender Einblick in einen großen Theaterskandal. Mitreißend erzählt, voller kluger Gedanken und mit einer klaren Vision für die Zukunft der Bühne. Hartmann zeigt, warum Theater unersetzlich ist und wie es wieder mehr Menschen begeistern kann. Ein Muss für alle, die Theater lieben – und für jene, die es neu entdecken wollen!

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