Kindernazi
Ein Roman wie ein aufgerissenes Archiv – so lässt sich „Kindernazi“ von Andreas Okopenko vielleicht am treffendsten betreten. Statt einer klassischen Erzählung öffnet sich hier ein Geflecht aus Erinnerungen, Dokumenten und literarischen Fragmenten, das den Leser nicht sanft hineinführt, sondern unmittelbar konfrontiert. Es ist ein Buch, das fordert, irritiert und gerade dadurch eine ungeheure Sogkraft entwickelt. Im Mittelpunkt steht Anatol
