
Ich liebe Bücher, bei denen man schon beim Aufschlagen das Gefühl bekommt, dass hinter den Mauern der Geschichte noch jede Menge verborgen liegt. Genau so ein Buch ist „Moonwings“. Schon das Cover macht neugierig, der Farbschnitt ist natürlich ein echter Hingucker und spätestens beim Lesen war für mich klar: Hier geht es nicht einfach nur um eine romantische Geschichte mit ein bisschen Magie drumherum. Hier steckt deutlich mehr dahinter.
Im Mittelpunkt steht Nova, eine junge Faerie aus der mächtigen Herrscherfamilie Moonwing. Ihr Lebensweg scheint eigentlich längst festzustehen. Herkunft, Erwartungen und der berühmte Familienname bestimmen, was von ihr erwartet wird. Mit ihrem Start an der Stellarium Academy bekommt Nova allerdings endlich die Möglichkeit, sich selbst zu entdecken und herauszufinden, wer sie eigentlich sein möchte – unabhängig davon, welchen Namen sie trägt.
Und genau diesen Konflikt fand ich richtig spannend. Denn wer aus einer mächtigen Familie kommt, hat es nicht automatisch leichter. Im Gegenteil. Nova steht ständig unter Beobachtung und es gibt Mitschüler, die nur darauf warten, dass sie scheitert. Gleichzeitig muss sie lernen, ihre Magie zu beherrschen. Und als wäre das nicht schon genug, tauchen auch noch zwei Menschen aus ihrer Vergangenheit wieder auf: ihr Ex-Freund Xander und ihr ehemaliger bester Freund Caelan.
Na, das kann ja heiter werden.
Denn natürlich lässt sich die Vergangenheit nicht einfach abschütteln. Alte Gefühle, Verletzungen und ungeklärte Dinge kommen wieder hoch und machen Novas ohnehin schon komplizierten Alltag an der Akademie noch schwieriger. Besonders die Dynamik zwischen Nova und Caelan hat für mich einen besonderen Reiz. Hier geht es nicht um Liebe auf den ersten Blick, sondern um Gefühle, die sich langsam entwickeln und immer stärker werden. Slow Burn und Friends-to-Lovers werden hier also nicht einfach als Schlagworte benutzt – genau diese langsame emotionale Entwicklung sorgt dafür, dass man mitfiebert.
Ich mag solche Geschichten, bei denen die Figuren nicht sofort wissen, was sie eigentlich fühlen. Wo ein Blick plötzlich mehr bedeutet als hundert große Liebeserklärungen und man beim Lesen irgendwann denkt: „Jetzt sag es ihm doch endlich!“ Gleichzeitig bleibt die Romance nicht alleiniger Mittelpunkt der Geschichte.
Denn die Stellarium Academy hat es wirklich in sich.
Hinter der schimmernden Oberfläche dieser Elite-Akademie verbirgt sich ein Netz aus Geheimnissen, Verrat und dunklen Zusammenhängen. Je weiter Nova in diese Welt eintaucht, desto deutlicher wird, dass hier längst nicht alles so ist, wie es zunächst scheint. Und genau diese Mischung hat mir besonders gut gefallen: Auf der einen Seite gibt es Magie, Freundschaften, Gefühle und natürlich jede Menge Herzklopfen, auf der anderen Seite lauert ständig die Frage, wem Nova eigentlich vertrauen kann.
Das sorgt für eine schöne Spannung, denn man liest nicht nur wegen der Liebesgeschichte weiter. Man möchte auch wissen, welches Geheimnis hinter der Akademie steckt und was Nova damit zu tun hat.
Besonders schön finde ich außerdem das Thema Found Family. Nova muss lernen, dass Familie nicht ausschließlich durch Blut oder einen berühmten Nachnamen definiert wird. Freundschaften, Vertrauen und Menschen, die wirklich hinter einem stehen, können mindestens genauso wichtig sein. Gerade für eine Figur, deren Leben bisher so stark durch ihre Herkunft bestimmt wurde, ist das eine interessante Entwicklung.
Überhaupt wirkt Nova auf mich nicht wie eine Heldin, die von Anfang an alles kann. Sie muss sich entwickeln, Fehler machen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und lernen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Genau das macht sie sympathisch. Man begleitet sie nicht dabei, wie sie einfach ihre Bestimmung erfüllt, sondern dabei, wie sie langsam herausfindet, was sie selbst eigentlich will.
Und dann ist da natürlich noch die Optik. Die gebundene Ausgabe mit dem exklusiven Farbschnitt macht schon im Bücherregal ordentlich etwas her. Bei einer Romantasy darf das für mich auch ruhig sein. Wenn eine Geschichte eine magische Welt verspricht, darf das Buch selbst gerne ein kleines bisschen magisch aussehen.
„Moonwings“ ist für mich ein richtig schöner Romantasy-Auftakt, der verschiedene Dinge miteinander verbindet: eine magische Elite-Akademie, eine junge Heldin mit großer Familiengeschichte, alte Freundschaften, komplizierte Gefühle, Slow Burn, Geheimnisse und eine ordentliche Portion Spannung.
Besonders die Mischung aus Romance und Fantasy funktioniert hier richtig gut. Es gibt Herzklopfen, aber eben auch genug Handlung rundherum, damit die Geschichte nicht ausschließlich von der Liebesgeschichte lebt. Und genau das ist für mich bei Romantasy wichtig: Ich möchte mich verlieben, mitfiebern und gleichzeitig eine Welt entdecken, in der hinter jeder Ecke das nächste Geheimnis lauern könnte.
Wer Slow Burn, Friends-to-Lovers, Found Family und magische Academy-Geschichten liebt, dürfte mit Nova, Xander und Caelan definitiv seine Freude haben. Und ich bin nach diesem Auftakt vor allem gespannt darauf, wohin Novas Weg noch führt.
Denn eines ist nach diesem ersten Band ziemlich klar: Bei Nova Moonwing ist noch lange nicht alles erzählt. Und ich möchte durchaus wissen, welche Geheimnisse noch ans Licht kommen, wem sie wirklich vertrauen kann und was ihr Herz am Ende dazu sagt.
- Herausgeber : Arena
- Erscheinungstermin : 4. September 2026
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 600 Seiten
- ISBN-10 : 3401608495
- ISBN-13 : 978-3401608495
- Lesealter : Ab 16 Jahren
- Abmessungen : 16.3 x 5.4 x 21.3 cm
- Buch 1 von 1 : Moonwings
