
Das schwimmende Café von Kopenhagen – ein Liebesroman wie ein Kurzurlaub in Dänemark
Manchmal braucht man einfach eine Geschichte, die einen für ein paar Stunden aus dem Alltag entführt. Genau so ein Buch ist für mich „Das schwimmende Café von Kopenhagen“ von Annabel French. Schon der Titel hat mich neugierig gemacht, denn Kopenhagen, Kaffee, Zimtschnecken, Wasser und ein bisschen Hygge – das klingt für mich nach der perfekten Mischung für einen gemütlichen Lesetag. Und tatsächlich hat mich der Roman genau mit diesem Gefühl zurückgelassen: warm, entspannt und mit einem kleinen Lächeln im Gesicht.
Im Mittelpunkt steht Milly, die mit gebrochenem Herzen nach Kopenhagen flieht. Allein diese Ausgangssituation fand ich sympathisch, denn manchmal braucht man nach einer Enttäuschung einfach einen Tapetenwechsel. Eine neue Stadt, neue Menschen und Abstand vom bisherigen Leben können manchmal genau das sein, was man braucht, um wieder klarer zu sehen.
Milly reist allerdings nicht nur nach Kopenhagen, um sich selbst zu finden. Sie möchte ihre beste Freundin dabei unterstützen, ein schwimmendes Café zu retten. Und spätestens bei dieser Idee war ich gedanklich schon mitten in Kopenhagen. Ein Café auf dem Wasser, dazu Kaffee, süße Zimtschnecken und die besondere Atmosphäre der dänischen Hauptstadt – schöner kann ein Roman-Setting für mich eigentlich kaum sein.
Ich liebe Geschichten, in denen der Handlungsort mehr ist als nur eine austauschbare Kulisse. Genau das gelingt Annabel French hier meiner Meinung nach sehr gut. Kopenhagen wird lebendig und vermittelt dieses besondere skandinavische Lebensgefühl. Beim Lesen hatte ich stellenweise tatsächlich das Gefühl, selbst durch die Straßen zu schlendern, am Wasser zu sitzen und mir irgendwo einen heißen Kaffee und eine Zimtschnecke zu gönnen.
Und natürlich darf bei einem romantischen Roman der passende Mann nicht fehlen. Milly trifft auf Theo, der zunächst eher wortkarg daherkommt, gleichzeitig aber charmant und ziemlich attraktiv ist. Eine Kombination, bei der man als Leserin natürlich sofort wissen möchte, was sich zwischen den beiden entwickeln wird.
Was mir gefallen hat: Die Liebesgeschichte steht zwar im Mittelpunkt, aber Milly ist nicht einfach nur eine Frau, die auf ihren Traummann wartet. Sie befindet sich selbst in einer Phase des Umbruchs. Ihr gebrochenes Herz, die neue Umgebung und die Aufgabe rund um das Café geben ihr die Möglichkeit, über ihr bisheriges Leben nachzudenken und sich selbst neu zu sortieren.
Genau diese Neuanfang-Stimmung hat mir besonders gut gefallen.
Denn manchmal ist eine Liebesgeschichte am schönsten, wenn es nicht ausschließlich darum geht, dass zwei Menschen zueinanderfinden. Viel spannender ist es, wenn eine Figur dabei gleichzeitig wieder zu sich selbst findet. Millys Reise nach Kopenhagen wird dadurch zu mehr als einem romantischen Abenteuer.
Natürlich knistert es zwischen Milly und Theo ordentlich. Die beiden haben diese typische Mischung aus Anziehung, Unsicherheit und Momenten, in denen man als Leser am liebsten dazwischenrufen möchte: „Nun redet doch endlich miteinander!“ Solche Situationen gehören für mich einfach zu einem guten Wohlfühl-Liebesroman dazu.
Besonders schön fand ich dabei die Atmosphäre rund um das Café. Kaffee und Kuchen sind ohnehin eine unschlagbare Kombination, aber ein schwimmendes Café in Kopenhagen setzt dem Ganzen noch einmal die Krone auf. Das Setting ist romantisch, gemütlich und gleichzeitig außergewöhnlich.
Ich hatte beim Lesen mehr als einmal Lust, selbst eine Reise nach Dänemark zu planen. Genau das liebe ich an solchen Büchern: Sie erzählen nicht nur eine Geschichte, sondern wecken gleichzeitig Fernweh. Kopenhagen mit seinen Kanälen, dem Wasser, den gemütlichen Cafés und dem skandinavischen Lebensgefühl eignet sich dafür natürlich ganz besonders.
Auch der Hygge-Gedanke passt wunderbar zur Geschichte. Dieses Gefühl von Gemütlichkeit, Wärme und bewussten kleinen Genussmomenten zieht sich für mich durch den gesamten Roman. Es geht nicht immer um die großen Dinge. Manchmal reicht eine Tasse Kaffee, ein gutes Gespräch, ein Spaziergang am Wasser oder ein gemeinsamer Moment, um sich wieder ein bisschen besser zu fühlen.
Und genau solche Momente machen den Charme dieses Buches aus.
„Das schwimmende Café von Kopenhagen“ ist Band 3 der „Love and the City“-Reihe, wobei die einzelnen Bände unabhängig voneinander gelesen werden können. Das finde ich praktisch, denn man muss nicht unbedingt die vorherigen Bücher kennen, um in diese Geschichte einzusteigen. Wer die Reihe bereits kennt, bekommt mit Kopenhagen natürlich ein weiteres wunderschönes europäisches Reiseziel serviert.
Die Vorgänger „Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam“ und „Die schwimmende Buchhandlung von Venedig“ klingen ebenfalls nach genau der Art von Wohlfühlgeschichten, die man sich für gemütliche Lesestunden wünscht. Besonders die Verbindung aus europäischen Städten, besonderen Orten und romantischen Geschichten finde ich als Konzept sehr gelungen.
Was mir an Annabel Frenchs Liebesroman außerdem gefallen hat, ist die Leichtigkeit. Das Buch möchte keine schwere, komplizierte Literatur sein. Es möchte unterhalten, verzaubern und für einige Stunden aus dem Alltag entführen. Und genau das schafft es.
Mein Fazit
„Das schwimmende Café von Kopenhagen“ ist für mich ein wunderbar romantischer Feel-Good-Roman mit einem außergewöhnlichen Setting, einer sympathischen Hauptfigur und einer Liebesgeschichte, bei der es natürlich ordentlich knistert.
Besonders gut gefallen haben mir die Mischung aus Romantik, Kopenhagen, Hygge, Kaffee, Zimtschnecken, Wasser und Neuanfang. Das schwimmende Café ist dabei nicht nur eine schöne Idee, sondern wird zum perfekten Mittelpunkt für eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Selbstfindung und den Mut, noch einmal neu anzufangen.
Millys gebrochenes Herz führt sie nach Kopenhagen – und dort wartet mit Theo nicht nur eine neue Bekanntschaft, sondern vielleicht auch die Chance auf ein ganz neues Kapitel in ihrem Leben.
Für mich ist das genau die richtige Lektüre für einen gemütlichen Nachmittag oder Abend, wenn man dem Alltag für ein paar Stunden entfliehen möchte. Eine Tasse Kaffee dazu, vielleicht noch eine Zimtschnecke – und schon fühlt sich das eigene Wohnzimmer ein kleines bisschen nach Kopenhagen an.
Wer romantische Wohlfühlromane, Liebesgeschichten mit Urlaubssetting, Hygge, europäische Traumstädte und Geschichten über Neuanfänge liebt, sollte sich „Das schwimmende Café von Kopenhagen“ unbedingt einmal genauer ansehen.
Von mir gibt es eine klare Empfehlung für alle, die beim Lesen gerne ein bisschen Fernweh bekommen und gleichzeitig ihr Herz erwärmen lassen möchten.
- Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
- Erscheinungstermin : 16. Juli 2026
- Auflage : 3.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 368 Seiten
- ISBN-10 : 3423221593
- ISBN-13 : 978-3423221597
- Originaltitel : The Floating Copenhagen Café
- Abmessungen : 12.2 x 2.65 x 19.1 cm
